Freitag, 23. September 2016

Wiesn Sweet Table "Alm-Rausch"

Ganz München hat seit einem Jahr darauf gewartet, und Ihr sicher auch.
Es heißt endlich wieder Ozapft is!
Was das auf diesem Blog bedeutet, wisst ihr als treue Leser sicherlich ;)

Letztes Wochenende hat, wie jeden Herbst hier in München, das Oktoberfest begonnen und dazu gehört es seit etlichen Jahren, dass mein Mann und ich unsere Freunde und deren Freunde zu unser traditionellen Wiesn-Opening einladen, um den Wiesnstart gebührend zu feiern. Seit 2012 ebefalls eine feste Institution: Mein jährlicher Oktoberfest-Sweet Table.

Für diejenigen von euch, die meinen Blog noch nicht solange kennen, hier findet ihr meine Sweet Tables der vergangenen Jahre:
2012 (bayrisch), 2013 (bayrisch), 2014 (Himmel der Bayern), 2015 (Zirkus Zirkus).

Wie ihr seht, habe ich anfangs einfach nur ganz schlicht bayrisch angehaucht geplant. Seit 2014 stehen die Wiesnopenings aber unter wechselnden Motti. Mein Liebster ist dann immer für die Dekoration der Wohnung zuständig und ich eben, wer hätte es gedacht ;) für das süße Buffet.
Dieses Jahr hatten wir uns das Thema Alm-Rausch überlegt, Untertitel für unsere Freunde:

"Wir haben die Alm, ihr habt den Rausch." :D

Und das, meine Lieben, kam dabei raus! Ein herbstlich rustikal angehauchter Oktoberfest Sweet-Table:





Die Dekoration:
Dem Ganzen ging wie immer eine monatelange Planung voraus, in der wir viele Ideen fanden, aber auch sehr viele wieder verwarfen. Die Idee mit dem (echten!) Rollrasen im Wohnzimmer konnte ich meinem Mann glücklicherweise erstmal wieder ausreden. :D
Aber ihr seht schon: JA! Wir haben tatsächlich extra tapeziert! :D

Da wir unserem Wohnzimmer ohnehin bald einen neuen Wandanstrich gönnen wollen, bot es sich an, kurzzeitig die Wände mit einer passenden Almhütten-Foto-Tapete zu dekorieren. An die anderen Wände kam dann zum Auffüllen noch die Lattentapeten und schon sah unser Wohnzimmer aus wie eine richtige Almhütte.
Für noch mehr Hüttenfeeling organisierten wir uns, einerseits als Deko andereseits als Sitzgelegenheiten noch ein paar Strohballen (Kommentar meines Vater: "Stroh in der Wohnung? Das gibt doch eine Riesensauerei?" Papa hatte übrigens Recht, aber das war es uns allemal wert)
Für ein ein besseres Sitzerlebnis auf den stacheligen Ballen besorgten wir noch kleine künstliche Schaffelle aus dem schwedischen Möbelhaus. Wenn unsere Freunde dann unsere Wohnung betreten, erstmal total ungläubig dreinschauen und dann sagen "Sagt mal, ihr seid doch total bekloppt!" Dann wissen wir, wir haben es wieder richtig gemacht!



Der Sweet Table:
Mein Alm-Rausch Sweet Table sollte rustikal werden. Herbstlich. Fruchtig.
Die Ideen für diesen Tisch spukten mir schon seit Jahren im Kopf herum und ich nun konnte ich sie endlich umsetzen.
Für den Tisch holten wir uns beim Getränke-Dandler unseres Vertrauens 4 große, leere Bierfässer und beim Baumarkt zwei große Platten, die ich dunkelbraun strich. Außerdem kam nun auch meine neue, selbstgebastelte Baumstammplatten-Etagere zum Einsatz, für die ich extra Treibholz vom Strand auf der Nordseeinsel Föhr 1000 km mit nach München genommen hatte. Außerdem kam noch ein großer Setzkasten (Danke Maria fürs Ausleihen), viel Holz und etwas herbstlicher Deko-Schnickschnack zum Einsatz.

Zum Naschen gab es folgende Leckereien:
- Apfelstrudel-Cupcakes (Rezept hier)
- Kürbis-Cupcakes
- Naked Cake mit Pfirsich-Rosmarin-Kompott
- Haselnuss-Schoko-Cookies
- Zwetschgenröster-Tartelettes mit Mascarponecreme
- Rosinen-Gugls
- Birnen-Pie-Pops
- Lebkuchenherzen
- homemade HoCiBa-Limonade (Holunder/Zitrone/Basilikum)

Insgesamt waren es rund 120 Teilchen/Stücke und unsere rund 40 Gäste haben bis auf eine Handvoll Kürbis-Cupcakes, wenige Lebkuchenherzen und etwas Torte tatsächlich alles verputzt.
(Es gab wohlgemerkt auch noch ein Weißwurstfrühstück mit Brezn und nachmittags dann frisch gebackenen Leberkas, aber Bier trinken macht eben auch hungrig)


Kürbis-Cupcakes mit Apfelfüllung

Birnen-Pie-Pops, Haselnuss-Cookies und selbstgemachte Limonade

Zwetschgenröster-Tartelettes mit Mascarponecreme



Meine Apfelstrudel-Cupcakes - seit 2012 kommen sie auf jeden meiner Wiesn Sweet Tables.

Erstmalig mit dabei: Rosinen-Gugls, das Lieblingsrezept meines Mannes von seiner Mama







Ich liebe es, Naked Cakes mit Creme und Kompott zu machen. Hier habe ich mit einem Pfirsich-Rosmarin-Kompott den Geschmack abgerunden.

Birnenpie-Pops und Haselnuss-Schoko-Cookies. Besonders die Piepops waren sehr schnell aus.


Von all meinen selbstgemachten Limonaden der letzten Jahre hat mir die Holunder-Zitrone-Basilikum-Limo am besten geschmeckt. Noch dazu ist sie sehr schnell und einfach herzustellen.




Blick in die Berge von meinen rustikalen Alm Sweet Table - und das mitten in München.



Das war mal unser Wohnzimmer. Die eigentlichen Möbel wie die Couch, Sessel, Tische, Regale mussten zeitweise ins Schlafzimmer bzw. den Keller umziehen.




Mein Tisch und ich - dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht im Dirndl.


Vielen Dank an alle unsere Gäste, dass ihr dieses Fest zu etwas besonderem gemacht habt, danke für die vielen Gastgeschenke und die rege Teilnahme an unserer kleinen Tombola.

Ich freue mich jetzt schon auf das Wiesnopening 2017, wir haben auch schon eine Idee, unter welchem Motto wir nächstes Jahr feiern :) Ihr seid sicher auch schon gespannt, oder ?

Dagi <3

Donnerstag, 11. August 2016

Johannisbeer-Törtchen mit Baiser

Kennt ihr das? Ihr habt eine Idee seit Jahren im Kopf, aber irgendwie kommt ihr nie dazu, sie mal umzusetzen? Genau so ging es mir mit den Törtchen die ich euch heute zeigen möchte.

Johannisbeer-Törtchen mit Baiser.

 

Ich bin ehrlich gesagt generell ein großer Fan von säuerlichem Obst wie Johannisbeeren oder Zitronen in Verbindung mit süßem Baiser. Dieses Zusammenspiel von sauer und süß ist einfach ein AugenMundschmaus. Auch meine Himbeer-Pavlova (Baiser-Körbchen, Sahne, Himbeeren) spielt virtuos mit diesen beiden Geschmäckern, einfach zum Niederknien.
Das Baiser habe ich übrigens nach der italienischen Variante mit kochendem Zuckersirup zubereitet. Das ist zwar etwas mehr Aufwand als kalt gerührtes Baiser, dafür wird aber die Masse wird am Ende viel stabiler und fester.


Johannisbeer-Törtchen mit Baiser
für ca 10 Stück
Für den Mürbteig:
200gr Mehl
130 gr kalte Butter
60 gr Puderzucker 
40gr  gemahlene Mandeln
2 Eigelbe

Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Tarteletteförmchen fetten. Alle Zutaten zusammen kneten und den Teig dünn ausrollen. Teig in Tarteletteförmchen drücken, die Ränder glatt abschneiden und mit einer Gabel mehrmals einstechen. 15 Minuten blindbacken, anschließend noch 5-8 Minuten ohne Hülsenfrüchte backen, bis die Böden goldbraun sind. 5 Minuten auskühlen lassen, aus den Förmchen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Für die Johannisbeer-Füllung:
400 gr Johannisbeeren
80 gr Zucker
60 ml Wasser
25 gr Speisestärke

Als Nächstes die Johannisbeeren waschen und von den Rispen zupfen. Zusammen mit dem Zucker und der Hälfte des Wasser aufkochen. Mit dem restlichen Wasser die Stärke glatt rühren.
Die Früchte ganz kurz köcheln lassen (die Beeren sollen nicht zerfallen, Achtung das geht sehr schnell), dann die angerührte Stärke dazugeben und einmal aufkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.
Die Beerenfüllung in die Tarteletteböden füllen und das Baiser zubereiten.

Für das Baiser:
50 gr Eiweiß 
150 gr Zucker 
35 gr Wasser

Nun das Eiweiß in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Zucker mit Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
Wenn der Zuckersirup 115 °C erreicht hat, das Eiweiß schlagen.
Sobald der Sirup 118°C erreicht hat, diesen in die Eiweiße eingießen. Nun ca. 8-10 Minuten weiterschlagen, bis die Masse nur noch lauwarm ist.
Inzwischen den Backofen auf 175 Grad OberUnterhitze vorheizen.
In einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und kreisförmig auf die Törtchen spritzen, dabei mit einem kleinen Swirl in der Mitte anfange und dann spiralförmig nach außen spritzen.
Die Törtchen auf ein Backblech in den unteren Bereich des Ofens stellen und 15 Minuten backen.
Auskühlen lassen und genießen.

TIPP: Wie alle Törtchen mit Baiser schmecken auch diese zauberhaften Leckerchen am allerbesten frisch. Man kann sie zwar natürlich auch am nächsten Tag problemlos essen. Sie schmecken dann auch immernoch lecker, allerdings weichen sie etwas durch und das Baiser ist nicht mehr ganz so knackig.

 

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